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Communiqué - santésuisse: neue Struktur und neuer Präsident

11 Dezember 2008 | von santéservices

Uhr Lesedauer: 4 Minuten


Pressetitel

Communiqué - santésuisse: neue Struktur und neuer Präsident

Verfasser / Quelle

santésuisse

Publikation

11.12.2008 | 10:24 Uhr


11.12.2008, An ihrer ausserordentlichen Generalversammlung in Bern wählten die Vertreter der Krankenversicherer Nationalrat Claude Ruey (PLS, VD) zum neuen Präsidenten des Branchenverbandes santésuisse. Er tritt damit die Nachfolge von Ständerat Christoffel Brändli (SVP, GR) an, der nach acht Jahren erfolgreicher Tätigkeit das Präsidium abgibt. Die GV nahm auch Kenntnis von der laufenden Restrukturierung des Verbandes. Beitragsfinanzierte Verbandsleistungen werden künftig klarer von preisfinanzierten Dienstleistungen getrennt. Die Standorte werden von insgesamt 14 auf sieben konzentriert.


Der 59-jährige Waadtländer Nationalrat Claude Ruey, Liberale Partei PLS, wurde heute an der ausserordentlichen Generalversammlung von santésuisse als neuer Verbandspräsident gewählt. Sein Vorgänger Christoffel Brändli tritt nach einer achtjährigen Amtszeit zurück, in welcher er zusammen mit den Schweizer Krankenversicherern zweimal deutlich eine Abstimmung gegen die Einführung der Einheitskasse gewann.

Der neue Präsident Claude Ruey ist Mitglied der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates SGK-N und damit ebenfalls mit den Baustellen des Schweizer Gesundheitssystems bestens vertraut. Als ehemaliger Waadtländer Staatsrat (von 1990 bis 2002, Gesundheitsdirektor von 1994 bis 1998) sowie von 2002 bis 2006 Präsident des Westschweizer Krankenkassenverbandes COSAMA (conférence d’assureurs suisses maladie et accidents) kennt er zudem die unterschiedlichen Standpunkte der Akteure. Auf den neuen santésuisse-Präsident wartet insbesondere die Aufgabe, die unter dem abtretenden Präsidenten eingeleitete Restrukturierung des Verbandes zu konsolidieren.

Starker Verband und mehr unternehmerische Freiheit für Dienstleistungen

Die markanten Veränderungen im politischen, gesellschaftlichen und medizintechnischen Umfeld sowie in der Branchenstruktur der Krankenversicherer selber führten zu neuen Erwartungen an den Branchenverband. santésuisse richtet sich auf diese Erwartungen aus. Eine klare Trennung zwischen beitragsfinanzierten Verbandsleistungen und preisfinanzierten Dienstleistungen für die Versicherer und Dritte hat Vorteile. Während sich der Verwaltungsrat von santésuisse auf die Branchenpolitik als Verbandskernaufgabe konzentrieren kann, können die preisfinanzierten Dienstleistungen unabhängig vom verbandspolitischen Tagesgeschäft nach unternehmerischen Grundsätzen angeboten und weiter entwickelt werden.

Die Partner im Gesundheitswesen werden direkt über die einzelnen, sie betreffenden Reorganisationsschritte informiert.

Konzentration der Standorte von 14 auf sieben

Die vier Geschäftseinheiten - Verband, Informations-Systeme, Vertragsverhandlungen und der Schweizerische Verband für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer SVK - erbringen ihre Leistungen neu an insgesamt sieben statt 14 Standorten. Nebst dem Hauptsitz in Solothurn werden Dienstleistungen - insbesondere Brancheninformation und Vertragsverhandlungen - in Lausanne, Bern, Zürich, Luzern, Chur und Bellinzona angeboten.

SAntéSuisse InformationsSysteme (SASIS) AG ab 1.1.2009

Diese klare Trennung zwischen Verbandsarbeit und Dienstleistungsverkauf kommt beispielsweise dem politisch umstrittenen Geschäft der Versichertenkarte zugute. Der Verband hat den Auftrag, die Bedenken der Versicherer als Treuhänder der Versicherten zu kommunizieren. Unabhängig davon kann das Versichertenkarten-Center für die interessierten Versicherer die neuen Versicherkarten entsprechend den gesetzlichen Anforderungen produzieren. Die Abteilung Brancheninformationssysteme bietet seine Dienstleistungen wie Versichertenkarten, Zahlstellen- und Vertragsregister sowie Daten- und Tarifpool neu als SAntéSuisse InformationsSysteme AG an. Die SASIS AG ist am 1. Dezember gegründet worden und gehört zu 100 % dem Verband.

Vertragsverhandlungen AG ab 1.1.2011

Die Krankenversicherer möchten je nach Marktanteilen mit einzelnen Leistungserbringern bzw. in einzelnen Regionen selber Tarife aushandeln oder die Tarifverhandlungen einzeln bei santésuisse einkaufen und bezahlen. Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für mehr Wettbewerb unter den Leistungserbringern und Versicherern sind im Bereich der Grundversicherungs-Tarife komplex. Aus diesem Grunde werden die Vertragsverhandlungen per 1.1.2009 als Cost Center des Verbandes geführt. Ab 1.1.2011 wird voraussichtlich eine AG Vertragsverhandlungen anbieten. Die Pflege der Tarifstrukturen (Arzttarif TARMED, Spitalfallpauschalen SwissDRG, Apotheker-, Pflegetarife usw.) bleibt Verbandsaufgabe.



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Quelle: santésuisse | Publiziert am 11.12.08 | Aktualisiert um 10:24 Uhr


Über santéservices:

Seit dem 1. Juli 2026 treten die Gesellschaften santésuisse, SVK, SASIS AG und santéservices (vormals tarifsuisse ag) unter der Marke santéservices auf. Mit dem Zusammenschluss werden Kompetenzen gebündelt, Strukturen vereinfacht und das Leistungsangebot strategisch geschärft. santéservices beschäftigt rund 230 Mitarbeitende – am Hauptsitz Solothurn sowie an den weiteren Standorten Zürich, Luzern, Lausanne und Bellinzona.

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