Der Krankenkassenverband Santésuisse rechnet gar mit einer Prämienerhöhung von 3-4 Prozent für das Jahr 2016, wie der Verband Anfang Juli mitteilte. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Versicherten der Grundversicherung einen markanten Aufschlag von vier Prozent verkraften.
Die Gründe für die erneut kräftig ansteigenden KVG-Prämien sieht Santésuisse in dem ungebremsten Kostenwachstum im Gesundheitsbereich. Das grösste Wachstum führt der Verband auf die stark gestiegene Anzahl der Spezialärzte zurück, wie eine Analyse ergab.
Zunehmende Kosten im ambulanten Spitalbereich
Auffallend sei das Wachstum bei der Position «Konsultation in Abwesenheit des Patienten», die unter anderem für das Aktenstudium verwendet wird. Im ambulanten Spitalbereich, wo ebenfalls mit dem Arzttarif Tarmed abgerechnet wird, stieg diese Position in etwas geringerem Umfang, wie Santésuisse schreibt.
Obschon die allgemeine Teuerung dieses Jahr rückläufig ist, dürften die Gesundheitsausgaben der obligatorischen Grundversicherung nun mit einem voraussichtlichen Anstieg von 3,5 Prozent weiter klettern.
Prämien sparen trotz Anstieg
Für die Versicherten lohnt es sich daher, je nach persönlicher Situation die vorteilhafteste Krankenkasse zu wählen. Die Vergleichsplattform www.krankenversicherung.ch hilft Ihnen dabei. "Wer das Sparpotential mit der optimalen Franchise und dem richtigen Modell ausschöpft, kann trotz der Prämienerhöhung Kosten einsparen" sagt Matthias Stöckli, zuständig für die Produktentwicklung bei krankenversicherung.ch und help.ch.
Prämienerhöhungen zwischen 2005-2015 (in %)
2015 4,0 2014 2,2 2013 1,5 2012 2,2 2011 6,5 2010 8,7 2009 2,6 2008 0,5 2007 2,2 2006 5,6 2005 3,7 Quellen: help.ch, BAG
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