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Santesuisse: Eine staatliche Einheitskasse ist schlechte Medizin

01 Februar 2011 | von santéservices

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


Pressetitel

Santesuisse: Eine staatliche Einheitskasse ist schlechte Medizin

Verfasser / Quelle

Santesuisse

Publikation

01.02.2011 | 08:48 Uhr


01.02.2011, Heute ist die im letzten Herbst angekündigte Initiative «für eine öffentliche Krankenkasse» lanciert worden, obwohl in den letzten Jahren ähnliche Initiativen an der Urne klar gescheitert sind. Diese Initiative löst keines der brennenden Probleme im Gesundheitswesen. Eine staatliche Einheitskasse heisst mehr Staat, mehr Bürokratie, höhere Ausgaben und folglich höhere Prämien. Der Preis dafür ist weniger Freiheit und weniger Wahlmöglichkeiten für Patienten und Versicherte.


Die staatliche Einheitskasse ist keine Lösung gegen steigende Prämien. Die Höhe der Prämien hängt direkt von den Gesundheitsleistungen und -ausgaben ab, welche von der Grundversicherung gedeckt sind. Eine staatliche Einheitskasse würde hier nichts ändern. Ein neuer Zahler garantiert noch lange keine tiefere Rechnung. Zumal die Grundversicherung für die Krankenkassen bereits heute keine Gewinne zulässt.

Die Initianten machen das heutige Krankenversicherungssystem für die Prämienerhöhungen verantwortlich. Das ist falsch. Die Rechnungskontrollen der Krankenkassen erlauben es, jährlich zwischen 1 und 1,5 Milliarden Franken einzusparen. Der Wettbewerb unter den Kassen hat zudem bewirkt, dass die Kassen die Verwaltungsausgaben in den letzten zehn Jahren verringert haben: Der Verwaltungsaufwand macht nur fünf Prozent der Gesamtausgaben aus.

In einem System mit Einheitskasse würde der Staat nicht nur die Versicherungsprämien beschliessen, sondern auch die Pflege- und Behandlungstarife der Spitäler, die nun staatlich verwaltet wären. Der Staat hätte dann das Sagen, überall und für alles.

Erschwerter Zugang zum Gesundheitssystem und Qualitätseinbussen
Die Erfahrungen anderer staatlicher Systeme zeigen die fatalen Folgen eines fehlenden Wettbewerbs im Gesundheitswesen: erschwerter Zugang zu Gesundheitsleistungen, Wartelisten, blockierte therapeutische Innovationen. Das sind nur einige der negativen, systembedingten Folgen in Ländern wie Grossbritannien oder Kanada.

Eine staatliche Einheitskasse wäre das Ende der Wahlfreiheit, von der Versicherte und Patienten heute im schweizerischen Gesundheitswesen profitieren. Der Wettbewerb unter den Kassen und anderen Akteuren ist das einzige Mittel, um unser Gesundheitssystem weiterzuentwickeln.

santésuisse ist überzeugt, dass eine bürokratische Einheitskasse, bei der die tatsächlichen Herausforderungen ausgeklammert werden, kein System mit Zukunft ist. Hingegen braucht es Anpassungen, wie sie heute bereits vorgesehen sind: etwa die neue Pflegefinanzierung, die neue Spitalfinanzierung und den Ausbau von Managed Care.


Medienkontakt:
Françoise Tschanz Cheffe de Presse T.: 079 665 57 05 E.: francoise.tschanz@santesuisse.ch W.: www.santesuisse.ch



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Quelle: Santesuisse | Publiziert am 01.02.11 | Aktualisiert um 08:48 Uhr


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